Irgendwie anders

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Hoffnung kennt keine Vernunft,
sie modelliert das Mögliche,
öffnet Türen,
die Kluge nicht finden.

 


 

Großes Kochen ist ein Talent der Beschränkung,
die gegebene Menge ist der Kühlschrank.
Die Fantasie liegt in der Kombination,
mit der Chance zum neuen Leibgericht.

Zeitguthaben

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Eigentlich mache ich es immer wieder mal richtig und dennoch verliere ich mich gerne zwischen den Stunden, ohne dass irgendetwas bleibt. Verlorene Tage oder erholsamer Leerlauf, das weiß ich nicht einzuschätzen. Erst das Vergnügen und dann die Arbeit ist entscheidend, wenn es im Leben eng wird, denn ohne Vergnügen keine Kraft, keine Freude, aus der doch alles erwächst. Aber erst den Rucksack packen und dann aus dem Fenster sehen, sorgt für den Einstieg in einen Tag, auf den ich mich schon seit langem gefreut habe. Es wäre leichtfertig, dies jetzt einfach aus der Hand zu geben, denn heute will ich leben und erleben, flanieren durch die Zeit, nur das.

Späte Reichweiten

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Ich stehe allein, doch nicht ohne Potential und Willen. Seit Monaten hänge ich an Wänden und Kabeln, hämmere, vernetze, werfe Putz an Wände, schaffe Schritt für Schritt, mit nur zwei Händen voller Blasen. Ich habe mir hehre Ziele gesetzt, eigentlich ein absoluter Irrsinn.

Dabei stellen sich mir wenigstens fünf Großbaustellen: Finale Berufsphase mit Einstieg in den Abschnitt danach; Partnerschaft oder Singularität (?); Sinnfindung trotz alledem; handwerkliche Herausforderungen in Legion; eigener Lebensabschluss und Tod.

Und es bleibt, was will ich noch, ohne sie. Gibt es etwas nach ihr?

Ansonsten ergeben sich noch die üblichen Anforderungen des Alltags: das Ende meines Vaters und ein Transfer von vier Generationen auf einen Sohn. Das sollte vorerst  reichen.

Auch im Alter hat man noch Visionen. Mal sehen, wie lange der Tank reicht. Wenn nicht jetzt, wann sonst? Die letzten 3 Jahre haben mich ver-rückt. Nun taste ich mich vor, Schritt für Schritt.