Schatten

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Der Tod geht bei mir ein und aus. Er steht in meinem Bücherregal, sitzt am Tisch, liegt im Kleiderschrank, umkleidet mich und schläft des Nachts neben mir, teils in mir. Ich esse den Tod, trinke ihn und scheide ihn wieder aus und werde ihn trotzdem nicht los. Ich meine ihn zu kennen und er kennt mich um so besser. Ich atme den Tod, spüre ihn bei jedem Herzschlag und vergesse ihn, wenn ich einschlafe. Aber er wartet geduldig und ist bereits da, wenn ich wieder erwache.

Er war vor mir, doch auch der Tod macht nur Sinn, solange es Leben gibt.

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