Im Fluss

untergangIch kann nichts festhalten, auch Klammern hilft nicht. Spätestens wenn die Sonne am Horizont verschwindet, wird es kalt und dunkel. Wenn ich etwas bewirken möchte, muss ich es jetzt tun, in dieser Situation. Ich muss jetzt zeigen, was mich bewegt. Ich muss jetzt Anteil nehmen und mich bewegen lassen. Wenn ich helfen kann und darf ist es gut, wenn ich nicht helfen darf, muss ich es aushalten. Nichts bleibt, wir treiben dahin,  aber auch im Treiben können wir etwas tun. Die nächsten Strudel kommen ohnehin. Wertschätzung, Bescheidenheit, Dankbarkeit und wenn nötig Hingabe sind gute Ruder im Leben, um im Wasser des Schicksals zu paddeln. Auch Stromschnellen lassen sich durchfahren. Da heißt es die Zunge des Strudels im Blick zu haben und auf ihr getragen zu werden, auch wenn die Gischt mir ins Gesicht spritzt und kurz die Sicht nimmt.

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