Selbstfabulierende sich erkennende Wirklichkeit

Worte, Sprache, sind Bausteine menschlicher Virtualisierung. Sie sind mehr als die Anzahl der Buchstaben. Sie sind mehr als ein Aussagearchiv. Sie sind Metaelemente eines dialektischen Diskurs zwischen Wirklichkeitsentwurf und sich behauptender temporärer Realität. Sprache ist eine Ausdrucks- und Gestaltungsdimension, ein Träger unseres bewussten selbstbezogenen Ichs, das durch denkendes Sprechen sich seiner empfundenen Situation und seiner Wechselwirkung im Sein bewusst wird. Erst durch Sprache erhält das Ich eine abgrenzbare eigenständige Gestalt, einen geistigen Körper. Erst in sprachlichem Denken wird das eigene Ich zum Gegenstand eigener sich hinterfragenden und reflektierenden Betrachtung.

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