Destruktion

Wortart: Substantiv, feminin
Gebrauch: bildungssprachlich

Scheinbare Orientierung im Strom der Zeit. Während ich sinnierend in mich hinein lausche oder den Blick über die Dächer gleiten lasse, fließe ich ständig dahin, besser: „Es fließt mich.“ Die Zeit ruht niemals. Ich treibe auch im Augenblick stehender und scheinbar ruhende Gedanken. Würde ich hektisch agieren, würde sich daran nichts ändern. Ich kann nur von Floß zu Floß springen. Festen Grund gibt es nirgends. Selbst auf einer großen Fähre, bleibt die Hauptrichtung gleich. Es treibt mich in ein Delta zerfahrener Kanäle und Verästelungen, die aber nichts anderes sind, als eine letzte Variante vor dem großen Wasser. Jeder fürchtet diese Weite am Ende der Ströme. Leere Gleichheit im lichtlosen sinnfreien Off, ohne Raum und dann auch ohne Zeit.

Nachwort: Es geht nicht um die Frage, ob das Glas halb voll oder halb leer ist, sondern ob ich die nächste Flasche auch noch aufmache!

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