Getrieben

Gehen, die Straße entlang, dann eine nächste Straße, dann wieder eine Straße. Schließlich ein Park, ein Platz, weitere Straßen, um mich herum viele Menschen. Alles fällt mir schwer. Ich bin müde. Die Frühjahrsblüher erscheinen mir eher blass, ohne Farbe, ausdrucksverloren. Noch wächst kein neues Grün, ob es wohl grün sein wird? Am Spielplatz tobt der Bär. Erinnerungen steigen auf, damals als Vater, damals. Aber jetzt gehe ich weiter. Helle Tage wirken wie in die Tonne getreten. Weiteratmen, den Kopf hoch und noch ein Schritt, es geht doch. Sinnvolles wirkt wie ausgestopft, aufgepfropft, ohne Verwurzelung. Langsam trockne ich aus und kein Trank kann meinen Durst stillen. Heute schwappten wieder Tränen über die Dämme, aber sie halten. Die Kiefernzapfen knistern in der Wärme, bald werden sie platzen und neues Leben streuen. Dann haben die alten Zapfen ihren Zweck erfüllt.

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