Im Schacht

An vier Tagen mit Freunden getroffen. Leere Gespräche  um kurzweilige Themen. Hinterher weiß niemand, wer der andere war und wie es ihm geht. Miteinander nett zu sein, macht nicht satt. Gleichzeitig bläht sich mein Bauch vor Fülle, aber ohne mitfühlenden und berührenden  Inhalt. Es ist kalt und ich bin unendlich traurig.

Sehnsucht

Wenn der Himmel klar ist und die Sonne trotz scheinbarer Kälte wärmend mein Gesicht umfängt, fühle ich wieder Grund unter meinen Füßen sowie Zuversicht für einen Weg jenseits bloßer täglicher Funktionalität. Ich sehne mich nach stiller Berührung und Umarmung. Gerade wenn es mir gut geht, fehlt sie am meisten und mir kommen sofort die Tränen. Geborgen in ihrem Wesen sehne ich mich aber auch nach einer realen Frau in dieser Welt, mit der ich Neues erleben darf, ohne das Geschehene zu vergessen.

Am Abgrund

Es war ein schöner Abend. Überraschende Bücher, neue Musik, viele Gedanken, 1 Darsteller, 1 Zuschauer: Ich-Kino. Zentimeter vor mir ein Abgrund, der mich nicht kümmert. Da war viel Kultur, Swing, Ideen, Lust zu Neuem in der Luft. Ich kann beides: Eintauchen in Neues wie auch den Abgrund.

Wünsche

Aufzuwachen, ob am Morgen, nachts oder aus einem Tagtraum und Dich zu spüren, ist mehr als nur Wärme. Halten und gehalten werden ist Lebensstärke mit unbändiger Zuversicht. Ich glaube an diesen Traum und ich glaube an die Kraft des Wünschens. Erst in der Sehnsucht des Wünschens liegt der Anfang zu neuer Nähe.