Berührbarkeit

Baumwerk

Es fühlt sich gut an,
immer noch etwas verrückt zu sein
und mich ver-rücken zu lassen.
Alles was mich berührt, bewegt,
öffnet mir ein Fenster.
Es müssen nicht immer gleich Anderswelten sein,
das Andere reicht.
Es führt über mich hinaus,
hält mir Spiegel vor Augen
oder zeigt mir manchmal auch eine Nase.
Es ist ein Geschenk,
empfindlich und verletzlich zu sein.

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Dezember

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Graue nebelige Dunkelheit
drückt in den Tag.
Umhüllt Häuser, Bäume, Tiere,
Menschen und Gemüter.
Ich verzehre mich nach Licht,
das hell und klar
mir mein Innerstes erleuchtet.
Mich nährt und atmet,
und weite klare Fernen sehen, denken,
fühlen, greifen, schmecken lässt.
Doch allenthalben nur schummriger Schein
oder grelles Weiß aus Deckenleuchten.
Leben im Kegel einer Lampe,
einfach eng und schmal.

Lichtspiele

Wasserspiegel

Und wieder ein Licht in der Ferne. Doch es flackert im Schmerz eigener Vergangenheit. Und dennoch fühle ich mich angesprochen, persönlicher denn je. Widerfährt ihr doch all das, was ich durchlitt und nur allzu gut versteh. Darum ist mir dieses Licht sehr nah und in den Farben gut vertraut. Ich werde es hüten wie ein Feuer im Herd, das immer wärmt, wenn man es braucht.

Vergatterung

Schmuck

Immer wieder die gleichen Straßen,
die gleichen Parkwege,
Waldpfade,
allesamt Orte steter Erinnerung.
Wir haben gemeinsam alles durchschritten,
an guten wie in schlechten Tagen.
Ich laufe los,
spüre in Gedanken ihre Nähe,
höre ihr Worte,
vermisse ihre Hände,
die die meinen suchen, finden
und halten.
Erst auf der Treppe höre ich
nur meine eigenen Schritte
und an der Garderobe
hängt nur mein eigener Mantel.