Atmen

waldweg

Den Horizont einfach weiten,
Hochnebel beiseite denken
und direkt der Sonne ins Angesicht sehen,
selbst wenn es trüb oder gar dunkel ist.

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Eindrücke

schraube.jpg

Ich bin von mir beeindruckt,
was ich täglich so abarbeiten kann.
Aber lässt sich ein Leben einfach abhaken,
an einer Kette von Aufgaben?
Ohne wärmendes Herzblut bleibt alles kalt,
so sehr die Erfolge auch glänzen.

Nach vorne

elektro

Ein Tag geht noch, die Woche packst Du,
der Horizont lichtet sich,
weitergehen, einfach weitergehen, nicht zurückblicken nicht stehenbleiben.
Nach einem Straucheln, gar einem Sturz, einfach wieder aufstehen.
Durststrecken sind trocken. Nach Schatten kommt auch wieder Licht.
Durchhalteparolen, Zweckoptimismus, Scheuklappen, Schönreden,
egal was hilft, letzte Reserven mobilisieren.
Ich bleibe nicht zurück,
ich will da durch.

Online-Kontakt

Fensterblick

Eigentlich fühlte es sich ganz gut an,
weder spontan überzeugend, aber doch genug hineingedachte Inhalte, um neugierig zu werden.

Leider ist vielen Menschen nicht unbedingt die Gabe gegeben, sich textlich zu charakterisieren. Das was in der virtuellen Waagschale liegt, ist zumeist reichlich wenig. Hierauf eine Nachricht zu formulieren, ist fast immer ein Schuss ins Blaue, anvisiert mit viel Bauchgefühl, spontaner Intuition und dennoch zurückhaltender Erwartung.

Dann aber unmittelbar für zu leicht befunden und mit einem Mausklick weggeworfen zu werden, ohne inhaltliches Feedback, ist immer wieder ein kommentarloser Stoß aus einem emotionalen aber ehrlichen hoffnungsgeladenen Höhenflug.

Ist mir etwas erspart geblieben?

Wer sich danach dennoch wieder an die Tastatur setzt und trotzdem weitermacht,
sitzt entweder abgrundtief in der Patsche, oder ist irrsinnig und selbstverachtend optimistisch.

Einschnitte

Moor

Trennungen zwischen Menschen sind vielfältig wie ihre Gründe und Wirkungen. Für die die einen ist das aktive Verlassen ein Akt der Befreiung, für andere Verrat, intimer Betrug und absolute persönliche Negierung. Für wieder andere ein stilles Auseinanderleben, das dann nur noch final vollzogen wird. Nichttrennung obgleich einander fremd geworden, ist letztlich eine Art täglichen ultimativen Wegsehens oder das Zusammenleben von Untoten. Der Tod eines Partners jedoch, ob plötzlich oder absehbar, zerreißt mehr als nur ein Leben und hinterlässt eine unfüllbare Lücke. Die letzte Trennung ist dann nur noch das eigene Ende, der eigene individuelle Ichverlust und das Verscheiden aus dieser Welt.